Kritik ist kein Antisemitismus!
Kreisverband Uelzen solidarisiert sich mit Beschluss des Landesparteitags Niedersachsen
Der Kreisverband Uelzen der Partei Die Linke hat sich auf seiner Kreismitgliederversammlung am 24.03.2026 mit dem Beschluss des Landesparteitags Niedersachsen zum überarbeiteten Antrag A01 befasst und sich ausdrücklich mit dessen Inhalt solidarisiert.
Wir unterstützen die politische Klarstellung unseres Landesverbands, dass Kritik an der Politik der israelischen Regierung, an der Besatzung sowie an der humanitären Katastrophe in Gaza legitim ist und nicht pauschal als antisemitisch diffamiert werden darf.
Gleichzeitig stellen wir klar:
Antisemitismus hat, genauso wie Zionismus, weder in unserer Partei noch in der Gesellschaft irgendeinen Platz. Die klare Bekämpfung dieser beiden Phänomene für uns selbstverständlich.
Kritik an Politik ≠ Angriff auf Menschen
Wir wenden uns entschieden gegen die Gleichsetzung von Judentum und dem Staat Israel. Jüdinnen und Juden weltweit sind nicht verantwortlich für das Handeln einer Regierung und dürfen dafür auch nicht in Haftung genommen werden.
Unsere Kritik richtet sich gegen konkrete politische Praxis. Gerade in der aktuellen Debatte ist es notwendig, diese Unterscheidung konsequent zu verteidigen.
Gegen pauschale Diffamierungen
Der Kreisverband Uelzen weist pauschale Antisemitismusvorwürfe gegen den Landesverband Niedersachsen im Zusammenhang mit dem Beschluss zurück. Solche Vorwürfe tragen nicht zu einer sachlichen Debatte bei, sondern erschweren eine notwendige politische Auseinandersetzung.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, eine differenzierte Position öffentlich sichtbar zu machen:
- klare Kritik an Krieg, Besatzung und humanitärem Leid
ebenso klare Ablehnung von Antisemitismus in jeder Form
Weitere Schritte
Der Kreisvorstand wird beauftragt, diese Position auch gegenüber Landesvorstand und Bundesvorstand zu vertreten. Zudem prüfen wir, ob und in welcher Form öffentliche Aktionen oder Veranstaltungen in Uelzen sinnvoll umgesetzt werden können, um das Thema vor Ort aufzugreifen.

