PRESSEERKLÄRUNG
Die Jagdsteuer muss erhalten bleiben
Die Kreisjägerschaft Uelzen hat einen Vorstoß zur Abschaffung der Jagdsteuer auch im Landkreis Uelzen gestartet. Dies ist offenkundig eine Reaktion auf die kürzliche Abschaffung der Steuer in NRW durch die dort regierende CDU/FDP-Koalition. Sicherlich wird es auch unter den Jagdausübungsberechtigten Vertreter geben, denen Hegemaßnahmen wichtiger sind als das bloße Erlegen von Wild oder das Abschießen von angeblich herumstreunenden Katzen und Hunden. Das ändert aber nichts daran, dass die Jagd zu den teuren und exklusiven Hobbys in Deutschland zählt. In den Bundesforsten ist z. B. üblich, für die Jagd auf einen Rothirsch 250 € und für den finalen Abschuss zusätzlich ein Betrag von 350 € zu zahlen. Wer derartige Beträge ausgeben kann, zählt aus der Sicht der LINKEN zweifelsohne zu den Gutbetuchten unserer Gesellschaft.
Da viele Jäger Jagd für ein pures Freizeitvergnügen halten und es auch subjektiv als Privileg ansehen, sich zu einer besonderen Elite rechnen zu können, käme es einer dreisten Klientelpolitik gleich, wenn der Landkreis dem Ansinnen des Kreisjägerschaft nachkäme Solange die Menschen um ihre Arbeitsplätze bangen und Hartz IV-Betroffene nicht wissen, wie sie über die Runden kommen, bleibt kein Raum für Steuergeschenke. Dass die Jäger in Zeiten der Krise die öffentlichen Haushalte für ihre egoistischen Ziele belasten wollen, zeigt ein besonderes Mass an gesellschaftlicher Verantwortungslosigkeit und überzogenem Anspruchsdenken.
Enrico Schülbe
Direktkandidat der Linken
im Wahlkreis Uelzen-Celle
für die Bundestagswahlen
Uelzen, 27.7.09

